Späne im Oel

Späne im Motorenöl ist der Killer N° 1 bei der XLV!

Der XLV-Motor hat ja bekanntlich nur ein Motorenöl, welches jeweils gewechselt wird.
Das heißt also, die Küche, das WC und die Stube sind im gleichen Raum und da könnt ihr euch selber ein Bild machen, was für Materialien da zusammen kommen!  🙄

Die Bilder auf dieser Seite zeigen, in welchem Zustand jeweils die beiden Rotoren der Ölpumpe sein können.

Das Motorenöl und die Späne werden von der Ölpumpe angesaugt und durch die beiden Rotoren gequetscht und gefördert. Da die Rotoren eine relativ enge Toleranz haben, damit das Öl genügend gefördert werden kann, werden die Späne in die Flanken der Rotoren gepresst. Teilweise bleiben die Späne hängen und zerstören auch noch die weiteren Flächen der Rotoren, oder sie fliegen wieder heraus und hinterlassen ihren tiefen Abdruck.
Passiert das des öfteren, das ein Metallspan in die Pumpe gerät, gibt es mehr und mehr solcher Löcher und die Pumpe verliert an Druck. Dies kann soweit führen, das die Öllampe leuchtet, obwohl sich genügend Öl im Motor befindet.

Hier die Bilder:

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Oelpumpe Innenrotor

Innerer Rotor

 

Das gleiche verursachen die Späne auch an den äußeren Flanken:

Oelpumpe Innen und Aussenrotor steh

Innen- und Aussenrotor stehend

Oelpumpe Innen und Aussenrotor lie

Innen- und Aussenrotor liegend

Die Flächen dieser Teile waren als Neuteil geschliffen!
Wie das Gehäuse der Pumpe aussieht, wo sich diese Teile drin rotierten, könnt ihr euch sicher selber vorstellen.
Zur Info, das Gehäuse besteht aus Aluminium!!!

Die Späne zerstören nicht nur die Rotoren der Ölpumpe, nein, sie lagern sich auch bei all den Gleitlagern ab und vollbringen dort ihr Werk! Sie raspeln das Gegenstück richtiggehend herunter! Da nütz auch eine gehärtete Oberfläche nichts!
Gleitlager sind z.B. bei der Kurbelwelle, den Pleueln und den Nockenwellen, ebenfalls  hat es im Getriebe diverse Gleitlager.
Wie ein Kurbelwellengleitlager mit eingelagerten Metallspänen aussieht, zeigt untenstehendes Bild.
Das Bild wurde mit einer speziellen Linse und entsprechendem Licht aufgenommen, damit die Späne sichtbar wurden.

Lagerschale mit Stahlspänen

Metallspäne im Gleitlager der Kurbelwelle

 

Was könnte wohl die Abhilfe sein?

Da Stahl magnetisch ist und mit einem Magneten herausgefischt werden kann, verwende ich bei meiner Maschine und weiteren Kunden eine Ölablassschraube mit einem sehr starken Magnet. Als wir nach der Einfahrzeit 800 – 1’000 Km das Motorenöl wechselten, sah die Schraube so aus (Danke Rainer, dass ich das Foto machen durfte):

Ablassschraube

Originale Ablassschraube mit Magnet

Solche originalen Schrauben mit einem super starken Magnet montiert, habe ich einige an Lager und können bezogen werden. Zum Bestellen bitte das Kontaktformular verwenden.

Untenstehende Schraube mit montiertem superstarkem Magnet und integrierter Dichtung habe ich ebenfalls an Lager.
Eine Schraube mit Dichtung haben wir gewählt, damit nicht vor jedem Ölwechsel einem neuen Dichtring hinterher gesprungen werden muss und zuerst abgeklärt werden muss, was die Dichtung für einen Durchmesser und Dicke hat.
Einfach Schraube raus, Öl ablassen und inzwischen den Magneten vom Schmutz (Späne) reinigen. Wieder einschrauben, anziehen und Öl einfüllen! Fertig!
Die Schraube hat einen Aussen 6-Kt, statt einem Innen 6-Kt. Einen 19er Schraubenschlüssel hat man eher griffbereit als einen 12er Innensechskant (Inbus).
Die Schraube steht durch den Aussen 6-Kt. etwas mehr vom Motor ab, steht aber nicht über das Bodenblech hinaus. Ins Gelände geht man mit den Omas sowieso nicht, dass die Schraube irgendwo anstehen könnte.
Daher: Passt!

Ölablasschraube XLV750

Neue Ölablasschraube mit Dichtung und Magnet